Wie hoch die Förderung vom Staat zur Anschaffung des Speichers genau ausfällt, hängt von den Kosten des gewählten Batteriesystems und von der Größe der Solarstrom-Anlage ab. Die Förderung können Betreiber von solchen Solarstrom-Anlagen beantragen, die ab Januar 2013 installiert wurden und eine maximale Leistung von 30 Kilowatt haben. Zur Einordung: Auf Ein- und Zweifamilienhäusern werden üblicherweise Anlagen mit einer Spitzenleistung von bis zu zehn Kilowatt angebracht. Wichtig ist: Die Förderung muss vor Anschaffung des Speichers beantragt werden.

 

Eigenverbrauch maximieren

Durch Speicher können Betreiber von Solarstrom-Anlagen den Anteil des selbst verbrauchten, eigenerzeugten Solarstroms mehr als verdoppeln. Das lohnt sich für immer mehr Menschen, denn der Sonnenstrom vom eigenen Dach ist bereits heute deutlich günstiger als der Strom vom Energieversorger. In einem Einfamilienhaus mit einer Photovoltaik-Anlage können Verbraucher in Kombination mit einem geförderten Batteriespeicher ihren Strombezug um bis zu 60 Prozent reduzieren, rechnet das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) vor. Dadurch machen sich Erzeuger von Sonnenstrom unabhängiger von steigenden Strompreisen und können sicher sein, dass sie überwiegend umweltfreundlichen Strom verbrauchen. Gespeicherter Strom kann selbst genutzt oder später in das Stromnetz eingespeist werden. Der eingespeiste Solarstrom wird dann nach den für die Photovoltaik-Anlage geltenden Fördersätzen vergütet.

 

Speicher nutzen den Netzen und vermeiden neue Leitungen

Strom, der vor Ort erzeugt und vor Ort verbraucht wird, muss nicht durch die öffentlichen Stromnetze transportiert werden. Die dezentralen Solarbatterien speichern den erzeugten Solarstrom während des Tages zwischen, geben ihn zeitversetzt wieder ab und glätten so die Einspeisespitzen ins Netz, ohne dass wertvoller Solarstrom verloren geht. Um diesen Vorteil zu nutzen, müssen Solarstrom-Anlagen, die mit staatlich geförderten Speichern kombiniert werden, nach dem Willen des Fördergebers ihre Leistung für die gesamte Vergütungsdauer der Anlage auf 60Prozent der Anlagenleistung reduzieren. Ziel dieser Regelung ist es, dass die Anlagen-Betreiber dazu beitragen, dass die Einspeisung des Sonnenstroms sich gleichmäßiger auf die Netze verteilt und Produktionsspitzen vermieden werden. Die Netze müssen nicht mehr auf die maximale Einspeisung der Solarstrom-Anlagen ausgelegt werden. Das spart Leitungskapazitäten und verringert den Bedarf an Netzausbau. Vielmehr erhöhen Batteriespeicher die Aufnahmefähigkeit bestehender Stromnetze sogar um bis zu zwei Drittel. Batteriespeicher tragen außerdem dazu bei, eine gleichmäßige Spannung und Frequenz der Stromnetze zu halten und übernehmen damit wichtige Aufgaben für das Netzmanagement.

 


Strompreise stabilisieren und Ökostrom-Umlage entlasten

Photovoltaik-Batteriespeicher lohnen sich für die Betreiber der SolarstromAnlagen, weil sie einen größeren Anteil des erzeugten Stroms selbst verbrauchen können. Abhängig von der Größe der Photovoltaik-Anlage lässt sich der eigenverbrauchte Solarstrom auf über 60 Prozent steigern. Davon profitiert auch die EEGUmlage. So wird jede direkt erbrauchte Kilowattstunde Solarstrom nicht vergütet. Bei im Frühjahr 2013 installierten kleineren Photovoltaik-Anlagen immerhin zwischen 16 und 17 Cent pro Kilowattstunde. Zwar zahlt der Betreiber der Photovoltaik-Anlage für den selbst verbrauchten Solarstrom nicht die EEG-Umlage in Höhe von aktuell 5,27 Cent. Unterm Strich wird das EEG-Konto durch die vermiedene Vergütung aber entlastet. Die Kappung der Einspeisespitze von Solarstrom wirkt sich auch positiv bei der gesamten EEG–Umlageberechnung aus. Bislang wird Solarstrom in dem Augenblick verkauft, in dem er erzeugt wird. Dies führt aufgrund des hohen Angebots zu niedrigen Börsenpreisen, wodurch die Differenzkosten zur Einspeisevergütung zunehmen und die Umlage steigt. Die Batteriespeicher entkoppeln nun die Stromerzeugung vom Stromverkauf, so dass Solarstrom zu Zeitpunkten vermarktet wird, wenn bessere Erträge erzielt werden können. Die Vermarktungserlöse des Solarstroms steigen. Im gleichen Umfang sinkt die Förderung der Erneuerbaren Energien, die über die EEG-Umlage die weitüberwiegende Mehrzahl der Stromkunden zahlt.


Berechnung der Förderung

Gefördert wird der Kauf des Batteriespeichers mit der „Richtlinien zur Förderung von stationären und dezentralen Batteriespeichersystemen zur Nutzung in Verbindung mit Photovoltaikanlagen“. Die staatliche KfW-Bankengruppe gewährt einen zinsgünstigen Kredit über die Anschaffungssumme des Kombisystems mit Solarstromanlage plus Speicher oder für den Speicher allein im Fall der Nachrüstung. Der Staat fördert den Kauf eines Speichers zudem mit einem attraktiven Tilgungszuschuss für den KfW-Kredit. Die Förderhöhe hängt von der Größe der Photovoltaik-Anlage und den Anschaffungskosten des Speichersystems ab. 30Prozent der anzurechnenden Kosten bezuschusst der Staat. Dabei wird unterschieden, ob der Speicher gleichzeitig mit einer Solaranlage installiert oder ob er zu einer bestehenden Photovoltaik-Anlage mit Errichtungsdatum nach dem 31.12.2012 nachgerüstet wird. Der maximale Fördersatz liegt im ersten Fall bei maximal 600Euro pro Kilowatt Solaranlagen-Leistung, im zweiten Fall bei maximal 660 Euro, da ein höherer Aufwand für den nachträglichen Einbau der Steuerungstechnik angenommen wird. Hierbei muss die Anschaffung der Photovoltaik-Anlage deutlich abzugrenzen sein von den Zusatzinvestitionen in den nachträglichen Einbau des Speichers. In jedem Fall muss der Antrag vor Beauftragung des Speicherkaufs gestellt werden. Bereits abgeschlossene Lieferungs- und Leistungsverträge können nicht gefördert werden. Der Fördersatz errechnet sich als 30-prozentige Förderquote auf die maximal förderfähigen Kosten von 2.000 Euro (bei kombinierter Installation) bzw. 2.200 Euro (bei Speicher-Nachrüstung) je Kilowatt Anlagenleistung. Die Nachrüstung eines Speichers soll nach dem Willen des Bundesumweltministeriums bezuschusst werden, wenn die Photovoltaik-Anlage mindestens sechs Monate vor dem Speicher in Betrieb genommen wurde, frühestens aber am 1.1.2013. Sollten zwischen Errichtung der Anlage und Kauf des Speichers weniger als sechs Monate vergangen sein, wird die Anlage wie eine Neuinstallation gefördert.

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Stand vom 01.08.2013


Gefördert werden Speicher von Solarstrom-Anlagen, die ab dem 1. Januar 2013 installiert wurden:

Pro Kilowattpeak Solaranlagen-Leistung beträgt der Zuschuss:

- max. 600 Euro bei gleichzeitiger Installation(PV+Speicher) für den Speicheranteil

- max. 660 Euro für eine Speicher-Nachrüstung(Achtung: die Nachrüstung darf frühestens 6 Monate nach Inbetriebnahme der PV-Anlage erfolgen) 

- die förderfähige Anlagegröße beträgt maximal 30KW

Bedingungen: 

Der Betreiber der Photovoltaik-Anlage verpflichtet sich, die Einspeiseleistung seiner Solarstrom-Anlage auf 60 Prozent der Anlagenleistung zu reduzieren.

Für den Akkuspeicher muß die 7-jährige Zeitwertgarantie per Herstellerzertifikat nachgeweiesen werden.

Der ausführende Installateur hat einen Schulungsnachweis des betreffenden Speichersystem-Herstellers beizubringen.

Ein Zugriff auf die Systemparameter muß durch die Dokumentation der Schnittstellen des Speichersystem-Herstellers möglich sein.

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Der Fördersatz errechnet sich als 30-prozentige Förderquote auf die maximal förderfähigen Kosten von 2.000 Euro (bei kombinierter Installation) bzw. 2.200 Euro (bei Speicher-Nachrüstung) je Kilowatt Anlagenleistung.


Beispiel A:


Kombinierte Installation einer 5 kWp-Photovoltaik-Anlage und eines LithiumBatteriesystems mit 3,3 kWh nutzbarer Kapazität

I. Kosten der Gesamtinstallation: 19.500 Euro. Unterstellte – beispielhafte - Kosten der PVAnlage pro kWp: 1.700 Euro Anlegbare Kosten des Speichers: 19.500 Euro – 8.500 Euro = 11.000 Euro

II. Fördersatz für Speicher pro kWp: 11.000 Euro / 5 (kWp) x 0,3 = 660 Euro. Förderhöhe eigentlich 660 Euro, gefördert werden jedoch maximal 600 Euro je kWp bei einer kombinierten Installation inkl. Photovoltaik.

III. Anlagengröße: 5 kWp, Förderung je kWp: 600 Euro  5 (kWp) x 600 Euro = 3.000 Euro Speicher-Zuschuss vom Staat

 

Beispiel B:

Nachrüstung 4 kWp-Photovoltaik-Anlage und Blei-Batteriesystem mit 3,3 kWh nutzbarer Kapazität

I. Kosten für Speichersystem: 6.000 Euro, Anlagengröße: 4 kWp  6.000 Euro / 4 (kWp) x 0,3 = 450 Gefördert werden bei einer Speicher-Nachrüstung maximal 660 Euro je kWp, die hier nicht voll ausgeschöpft werden.

II. Anlagengröße 4 kWp, Förderung je kWp: 450 Euro  4 (kWp) x 450 Euro = 1.800 Euro Speicher-Zuschuss vom Staat
Die Größe des Batteriesystems in kWh Kapazität oder kW Leistung spielt bei der Berechnung des Zuschusses demzufolge keine Rolle.

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Quelle: : BSW-Solar, 
Fotos: : BSW-Solar