Ernst Kölch (links) vor der 2,7 kWp-PV-Anlage an der Hauswand seines neuen Einfamilienhauses im Weitental. Sein Bruder Günther (rechts) hat ihm die PV-Thermie mit dem heliaControl-Regelsystem "eingeredet. "Zum Glück", wie Ernst Kölch betont, der nun die aus der Kraft der Sonne gewonnene Energie praktisch eins zu eins für die Warmwasserbereitung nutzt.

Lackenhof | "Wir leben in einer herrlichen Naturlandschaft. Da mit dies so bleibt, sollte jeder Einzelne von uns seinen Beitrag leisten", ist Ernst Kölch überzeugt.

Er und seine Familie haben daher beim Neubau ihres Hauses vor zwei Jahren das Thema Nachhaltigkeit groß geschrieben. Optimale Ausrichtung nach Süden, Erdwärmeheizung, 50er-Ziegel, gute Isolierung, Kachelofen und Regenwassertank halten die Betriebskosten für das Einfamiliehaus, das im Obergeschoß auch zwei Ferienwohnungen beherbergt, im niedrigen Bereich - und das im nicht gerade wärmsten Fleck des Berzirks: im Weitenthal im Ötscherdorf Lackenhof. Dazu kommen zwei PV-Thermien, die vor allem im Sommer für das Warmwasser im Haus sorgen und das mit einem Wirkungsgrad von 99 Prozent.


" Wir hatten zuerst an eine Solar- oder Photovoltaikanlage gedacht, sind dann aber über meinen Bruder Günther auf die noch relativ neue PV-Technologie gekommen und nutzen nun die mit der Kraft Sonne erzeugte Energie zur Warmwassererzeugung", erklärt Ernst Kölch.

Die Prugstall anssäsige Firma "heliaControl" hat unter Leitung von Werner Atzenhofer dieses neue Regelungssystem für Warmwasser- und Pufferspeicher mit einem Elektroheizeinsatz entwickelt, das zur Erhöhrung der Eigenstromnutztung dient.


Ernst Kölch hat inzwischen zwei PV-Anlagen mit 3,6 kWp beziehungsweise 2,7 kWp und vollauf zufrieden. "Es regelt sich einfach alles selbst. Es war eine einmalige, leistbare Investition, die jetzt keine Kosten mehr verursacht und einfach effizienter wirkt als eine Solarthermie. Das ist, wie wenn du bei einem Auto 30 Jahre keinen Sprit mehr brauchst", sagt Kölch, der damit seinen ökologischen Fußabdruck weiter verkleinert hat. "Uns liegt die Umwelt am Herzen. Dieses Bewusstsein wollen wir auch weitergeben", betont Kölch.

 

Von: Christian Eplinger